Ist die Website nicht erreichbar, ist der erste Impuls, sofort etwas zu tun: neu laden, ins Backend, etwas umstellen, ein Backup einspielen. Genau in diesen Minuten wird aus einem Problem häufig zwei.
Dabei verrät die Fehlermeldung im Browser in den meisten Fällen schon ziemlich genau, wo die Ursache liegt — bei der Domain, beim Zertifikat, beim Server oder in WordPress selbst. Man muss sie nur lesen, bevor man sie wegklickt.
Dieser Artikel geht die Prüfung in der Reihenfolge durch, die am schnellsten zur Ursache führt. Und er behandelt einen Grund, den bei .de-Adressen kaum jemand auf dem Schirm hat und der mit WordPress überhaupt nichts zu tun hat.
Website nicht erreichbar: erst prüfen, ob es nur Sie betrifft
Bevor Sie irgendetwas anfassen, klären Sie eine Frage: Ist die Seite für alle weg oder nur für Sie? Erstaunlich oft liegt das Problem nicht auf dem Server, sondern auf dem Weg dorthin.
Der aussagekräftigste Test dauert zwanzig Sekunden: Nehmen Sie Ihr Smartphone, schalten Sie das WLAN aus und rufen Sie die Seite über das Mobilfunknetz auf. Damit wechseln Sie auf einen Schlag Gerät, Browser, Netz und die Stelle, die Ihre Adresse auflöst. Kein anderer Einzeltest schließt so viel gleichzeitig aus.
Dazu zwei schnelle Gegenproben:
- Ein privates Browserfenster. Schließt Zwischenspeicher und Browser-Erweiterungen aus.
- Ein Online-Dienst, der die Seite von außen aufruft. Er sieht sie so, wie ein beliebiger Besucher sie sieht, unabhängig von Ihrem Netz. Zu finden über die Suche nach „Website down Check“.
Wie Sie das Ergebnis lesen
| Ergebnis | Bedeutung |
|---|---|
| Am Handy erreichbar, am Bürorechner nicht | Das Problem liegt im Firmennetz: Firewall, Proxy, Filter, VPN. Die Website ist in Ordnung. |
| Im privaten Fenster erreichbar, sonst nicht | Zwischenspeicher oder Erweiterung im Browser. Website in Ordnung. |
| Überall weg | Es ist echt. Weiter mit der Fehlermeldung im nächsten Abschnitt. |
| Manche sehen die Seite, andere nicht | Typisch kurz nach einer Umstellung von Domain oder Server. Die neue Zuordnung verbreitet sich schrittweise und kann einige Stunden brauchen. |
Der erste Fall ist häufiger, als man denkt, und wird oft erst nach einer Stunde Fehlersuche an der falschen Stelle entdeckt. Wenn Kunden anrufen und sagen, die Seite funktioniert, glauben Sie ihnen.
Was die Fehlermeldung verrät
Ist die Seite überall weg, ist die Meldung im Browser Ihr wichtigster Hinweis. Notieren Sie sie wörtlich oder machen Sie einen Screenshot, bevor Sie irgendetwas anderes tun — Sie brauchen sie gleich für den Hoster.
| Was Sie sehen | Wo das Problem liegt | Erster Schritt |
|---|---|---|
| „Server nicht gefunden“, „Diese Website ist nicht erreichbar“ | Domain oder DNS | Prüfen, ob auch E-Mail ausgefallen ist |
| „Ihre Verbindung ist nicht privat“ | SSL-Zertifikat | Hoster: Zertifikat erneuern lassen |
| „Es gab einen kritischen Fehler“ oder Fehler 500 | WordPress selbst | Postfach der Admin-Adresse prüfen |
| Fehler 502, 503 oder 504 | Server des Hosters | Statusseite des Hosters öffnen |
| Weiße, leere Seite | WordPress oder Datenbank | Wie beim kritischen Fehler |
| „Briefly unavailable for scheduled maintenance“ | Hängengebliebenes Update | Eine Datei löschen, siehe unten |
| „Error establishing a database connection“ | Datenbank | Hoster kontaktieren |
| Weiterleitung auf eine fremde Seite | Kein Ausfall, ein Angriff | Siehe WordPress gehackt |
Server nicht gefunden: Der Test mit dem Postfach
Diese Meldung bedeutet, dass der Browser zu Ihrer Adresse überhaupt keinen Server findet. Die Website ist dann gar nicht das Problem — die Adresse zeigt nirgendwohin.
Ein einfacher Gegencheck verrät, auf welcher Ebene es klemmt: Kommen gerade auch keine E-Mails an Ihre Firmenadressen an? Wenn Website und Postfächer gleichzeitig ausfallen, liegt die Ursache fast sicher bei der Domain und nicht beim Webserver. Dann geht es mit dem nächsten Abschnitt weiter.
„Ihre Verbindung ist nicht privat“: Die Seite läuft eigentlich
Das ist der harmloseste Ausfall, der am schlimmsten aussieht. Die Website ist da, aber ihr Sicherheitszertifikat ist abgelaufen oder passt nicht zur Adresse, und der Browser sperrt den Zugang vorsorglich.
Meist ist die automatische Verlängerung fehlgeschlagen — oft nach einer Umstellung von Domain oder DNS. Behoben wird das beim Hoster, typischerweise in Minuten. Was Sie nicht tun sollten: Besuchern empfehlen, die Warnung wegzuklicken.
Kritischer Fehler oder Fehler 500: WordPress selbst
Hier läuft der Server, aber WordPress stürzt beim Aufbau der Seite ab. Fast immer ist eine jüngste Änderung der Auslöser: ein Plugin- oder Theme-Update, eine neue PHP-Version beim Hoster.
WordPress hilft an dieser Stelle selbst, und kaum jemand nutzt es. Die offizielle Meldung lautet „There has been a critical error on this website. Please check your site admin email inbox for instructions.“ An die Administrator-Adresse geht dann eine E-Mail mit einem Link, über den Sie sich trotz Fehler anmelden und das verursachende Plugin deaktivieren können. Diese Nachricht landet häufig im Spam — oder bei einer Adresse, die niemand mehr liest.
Bei einem Fehler 500 ohne diese Meldung nennt die WordPress-Dokumentation eine beschädigte .htaccess-Datei als wahrscheinlichste Ursache.
Wartungsmodus hängt fest: eine Datei löschen
Die Meldung „Briefly unavailable for scheduled maintenance. Check back in a minute.“ bleibt stehen, wenn ein Update mittendrin abgebrochen ist. WordPress legt während jedes Updates eine Datei namens .maintenance an und löscht sie normalerweise danach wieder.
Die Lösung laut WordPress-Dokumentation: per FTP verbinden und die Datei .maintenance im Hauptverzeichnis der Website löschen. Das ist alles. Danach prüfen, ob das abgebrochene Update vollständig durchgelaufen ist, und es gegebenenfalls wiederholen.
Wenn Website und E-Mail gleichzeitig weg sind: die Domain
Fällt beides zusammen aus, können Sie WordPress, Plugins und Server erst einmal vergessen. Dann existiert die Adresse selbst nicht mehr im Netz. Zwei Ursachen sind dafür typisch, und beide haben mit Technik wenig zu tun, aber viel mit E-Mail-Adressen, die niemand mehr liest.
Die Verifizierung der Inhaberdaten wurde verpasst
Die DENIC, die Registrierungsstelle für .de, lässt die Daten von Domaininhabern verifizieren. Wird das nicht rechtzeitig abgeschlossen, hat das eine drastische Folge. Die DENIC formuliert es auf ihrer Seite Domain nicht erreichbar so: „Ihre Domain wurde aus der .de-Zone entfernt, weil die Inhaberdaten-Verifizierung nicht rechtzeitig abgeschlossen wurde.“
Das heißt: Website weg, Postfächer weg, gleichzeitig. Die gute Nachricht ist, dass die Domain in diesem Zustand noch nicht gelöscht ist. Ab der Offline-Stellung bleiben 83 Tage, um die Verifizierung nachzuholen — und die läuft ausschließlich über Ihren Provider, nicht über die DENIC direkt. Wer die Frist verstreichen lässt, verliert die Domain endgültig.
Warum das gerade mittelständische Unternehmen trifft: Die Aufforderung geht an die Adresse, die in den Inhaberdaten hinterlegt ist. Ist das die Adresse eines ausgeschiedenen Mitarbeiters, der früheren Agentur oder ein privates Postfach, das seit Jahren keiner öffnet, liest sie niemand. Bis die Website weg ist.
Wer Ihr Provider ist, finden Sie laut DENIC am schnellsten über alte Rechnungen — derjenige, der Ihnen die Domain in Rechnung stellt, ist Ihr direkter Ansprechpartner.
Die Rechnung wurde nicht bezahlt
Die klassische Variante. Die Verlängerung lief über eine Kreditkarte, die inzwischen abgelaufen ist. Die Rechnungen gingen an eine Adresse, die es nicht mehr gibt. Oder die Domain lief über die frühere Agentur, und die hat nach dem Ende der Zusammenarbeit schlicht nicht weiterbezahlt. Bleibt eine Rechnung offen, kann der Provider die Domain kündigen und löschen lassen.
Auch dann ist nicht sofort alles verloren. Gelöschte .de-Domains durchlaufen eine 30-tägige Schutzfrist, die Redemption Grace Period. In dieser Zeit kann sie nach Angaben der DENIC „allein der letzte Domaininhaber oder ein von ihm benannter Dritter“ wieder registrieren. Danach steht sie jedem zur Registrierung offen. Diese 30 Tage sind keine Bedenkzeit, sondern die einzige Chance.
Was Sie heute schon tun können
Zehn Minuten, die genau diesen Fall verhindern:
- Die hinterlegte E-Mail-Adresse beim Domain-Provider prüfen. Eine Funktionsadresse, die jemand liest — nicht die persönliche eines Mitarbeiters und nicht die der Agentur.
- Die Zahlungsart prüfen. Ablaufdatum der Karte, Kontoverbindung.
- Provider, Kundennummer und Zugang außerhalb der Firmen-E-Mail notieren. Der Punkt, an den niemand denkt: Wenn die Domain weg ist, ist auch Ihr Firmenpostfach weg. Sie können dann nicht mehr in Ihren E-Mails nachsehen, bei wem die Domain liegt.
Wen Sie anrufen — und was Sie dabei sagen
Welche Stelle zuständig ist, ergibt sich aus der Tabelle oben:
- Domain oder DNS: der Domain-Provider — der, der Ihnen die Domain in Rechnung stellt.
- Zertifikat, Fehler 502 bis 504, Datenbank: der Hoster.
- Kritischer Fehler, weiße Seite, Wartungsmodus: wer WordPress bei Ihnen betreut — Sie selbst, Ihre Agentur oder Ihr Dienstleister.
Oft sind Domain-Provider und Hoster dasselbe Unternehmen. Oft aber auch nicht, und dann kostet der Anruf bei der falschen Stelle eine halbe Stunde Warteschleife.
Zuerst die Statusseite
Die meisten Hoster veröffentlichen Störungen auf einer eigenen Statusseite. Ein Blick dorthin dauert eine Minute. Steht dort eine bekannte Störung, ist die Arbeit für Sie erledigt: warten, nicht parallel Tickets aufmachen, nichts umstellen.
Was in die Meldung gehört
Ein Support-Ticket mit diesen sechs Angaben wird erfahrungsgemäß schneller bearbeitet, weil die Rückfrage-Runde entfällt:
- Die betroffene Adresse, vollständig.
- Die Fehlermeldung wörtlich oder als Screenshot.
- Seit wann, mit Uhrzeit.
- Was zuletzt geändert wurde — Update, neues Plugin, Umstellung, offene Rechnung.
- Das Ergebnis des Handy-Tests: für alle weg oder nur für Sie?
- Ihre Kundennummer.
Punkt 4 ist der wertvollste. „Seit dem Plugin-Update gestern Abend“ spart dem Support die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Was Sie jetzt nicht tun sollten
Ein Ausfall lässt sich oft schnell beheben, wenn man an der richtigen Stelle ansetzt. Lang wird er typischerweise dann, wenn in der ersten Viertelstunde etwas überstürzt geändert wurde.
Nicht blind ein Backup einspielen. Liegt die Ursache bei Domain, Zertifikat oder Server, ändert eine Wiederherstellung nichts — außer dass alles verloren geht, was seit dem Sicherungszeitpunkt passiert ist, Formulareinträge eingeschlossen. Ein Backup ist das Werkzeug für den Fall, dass die Website selbst beschädigt ist, nicht für jeden Ausfall. Wann es das richtige Werkzeug ist und wann nicht, steht im Artikel zum WordPress-Backup.
Nicht in Panik DNS-Einträge oder Nameserver umstellen. Änderungen an der Adressauflösung verbreiten sich langsam und lassen sich nicht in Sekunden zurückdrehen. Wer einen zwanzigminütigen Serverausfall mit einer DNS-Umstellung „löst“, hat danach einen Ausfall, der Stunden dauert.
Plugins nicht löschen, sondern deaktivieren. Ist WordPress die Ursache und kommen Sie nicht ins Backend, empfiehlt die WordPress-Dokumentation, den Plugin-Ordner per FTP umzubenennen — das schaltet alle Plugins ab, ohne etwas zu entfernen. Gelöschte Plugins samt ihren Einstellungen bekommen Sie so nicht zurück; umbenannte schon.
WordPress nicht neu installieren. Weder über das Backend noch per Hand. Das behebt so gut wie nie die Ursache und überschreibt dabei die Spuren, an denen man sie hätte erkennen können.
Nicht mehrere Dinge auf einmal ändern. Ein Schritt, dann prüfen, dann der nächste. Sonst wissen Sie hinterher nicht, was geholfen hat — und beim nächsten Mal wieder nicht.
Davon erfahren, bevor es Ihre Kunden tun
Ohne Überwachung erfahren Sie von einem Ausfall auf die schlechteste mögliche Weise: durch einen Kunden, der anruft. Oder gar nicht — fällt die Seite Freitagabend aus, bemerkt es im Unternehmen häufig niemand vor Montag.
Ein Uptime-Monitoring ruft Ihre Website im Abstand weniger Minuten von außen auf und schlägt Alarm, wenn sie nicht antwortet. Das ist technisch simpel, kostet wenig und ist trotzdem längst nicht überall eingerichtet.
Was ein Monitoring übersieht
Der Punkt, der in Anleitungen fast immer fehlt: Ein Standard-Monitoring prüft nur, ob der Server antwortet. Es prüft nicht, ob die Seite funktioniert.
- Die Seite antwortet, aber zeigt nur Weiß. Je nach Fehler meldet der Server dabei trotzdem „alles in Ordnung“. Das Monitoring bleibt grün.
- Die Seite läuft, aber das Kontaktformular stellt nicht mehr zu. Für das Geschäft ist das ein Ausfall. Für das Monitoring ist alles bestens.
- Die Aufforderung zur Verifizierung der Domain liegt in einem unbeachteten Postfach. Kein Werkzeug sieht das. Hier hilft nur eine Adresse, die jemand liest.
Zwei Einstellungen, die den Unterschied machen
Prüfung auf ein Stichwort. Die meisten Monitoring-Dienste können zusätzlich kontrollieren, ob ein bestimmtes Wort auf der Seite steht — etwa Ihr Firmenname oder ein Wort aus dem Footer. Fehlt es, ist die Seite kaputt, egal was der Server meldet. Diese eine Einstellung fängt die weiße Seite ab.
Warnung vor Ablauf des Zertifikats. Ein abgelaufenes SSL-Zertifikat ist der einzige Ausfall, der sich auf den Tag genau vorhersagen lässt. Ein gutes Monitoring warnt Tage vorher. Dann wird daraus kein Ausfall, sondern eine Aufgabe.
Auf allen Websites, die wir betreuen, läuft eine Überwachung rund um die Uhr. Ein Alarm heißt dabei nicht, dass jemand nachts den Server repariert — sondern dass der Ausfall bekannt ist, bevor ihn ein Kunde meldet.
Wenn Sie es selbst machen möchten
Die Prüfreihenfolge auf einen Blick — zum Ausdrucken oder für die Notizen-App:
- Handy, WLAN aus: Ist die Seite für alle weg oder nur für Sie?
- Fehlermeldung festhalten: wörtlich oder als Screenshot.
- Postfach prüfen: Sind auch die E-Mails ausgefallen? Dann ist es die Domain — weiter beim Domain-Provider.
- Statusseite des Hosters: Gibt es eine bekannte Störung? Dann warten.
- Meldung zuordnen: anhand der Tabelle oben, und die zuständige Stelle mit den sechs Angaben kontaktieren.
- Ist es WordPress selbst: zuerst im Postfach der Administrator-Adresse nach der Nachricht mit dem Wiederherstellungslink suchen, auch im Spam. Erst wenn es die nicht gibt, per FTP den Plugin-Ordner umbenennen.
- Danach: die Ursache aufschreiben und ein Monitoring mit Stichwortprüfung und Zertifikatswarnung einrichten.
Was Sie heute vorbereiten sollten
Ein Notfallzettel, der nicht im Firmenpostfach und nicht auf der Website liegt — denn genau die sind im schlimmsten Fall weg:
- Wer ist Domain-Provider, wer ist Hoster, mit Kundennummer.
- Wo stehen die Zugänge, und wer im Unternehmen kennt sie.
- Die Telefonnummer des Supports und die Adresse der Statusseite.
- Welche E-Mail-Adresse bei Provider und Hoster hinterlegt ist.
Das ist eine halbe Seite. Im Ernstfall spart sie die erste Stunde.
Wenn Sie es abgeben möchten
Damit keine falsche Erwartung entsteht, zuerst die Abgrenzung: Wir sind kein Notdienst. Unsere Servicezeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, die zugesagte Reaktionszeit liegt bei einem Werktag, im Premium-Paket bei vier Stunden. Ist Ihre Seite gerade jetzt weg und es ist Samstag, ist Ihr Hoster der schnellere Weg.
Was wir übernehmen, ist das Drumherum, das solche Ausfälle seltener und kürzer macht:
- Überwachung rund um die Uhr auf jeder betreuten Seite — der Ausfall ist bekannt, bevor ein Kunde anruft.
- Updates mit anschließender Prüfung, damit das hängengebliebene Update nicht erst Ihnen auffällt.
- Ein Blick auf Domain, Zertifikat und hinterlegte Adressen, damit die Verifizierungsmail nicht im Postfach eines Ex-Mitarbeiters verschwindet.
- Backups mit echter Historie, für den Fall, dass es tatsächlich die Website selbst ist.
Die Pakete beginnen bei 190 € im Monat, netto zzgl. MwSt. Der Vergleich steht auf Pakete & Preise.
Und wenn die Seite wieder läuft
Unser kostenloser Website-Check prüft von außen sechs Bereiche und kommt als PDF innerhalb von 48 Stunden — ohne Telefonat, ohne Verkaufsgespräch, ohne Zugangsdaten. Für den akuten Ausfall ist er das falsche Werkzeug; eine Seite, die nicht erreichbar ist, lässt sich auch von außen nicht prüfen. Für die Bestandsaufnahme danach ist er genau richtig.
Fragen vorab: +49 157 54071854.
Häufige Fragen
Schadet ein Ausfall meinem Google-Ranking?
Ein kurzer Ausfall in aller Regel nicht nachhaltig. Google schreibt in seiner Dokumentation zu Serverfehlern, dass Serverfehler die Crawler veranlassen, „temporarily slow down with crawling“ — also vorübergehend seltener vorbeizuschauen. Bereits indexierte Seiten bleiben zunächst im Index, werden aber „eventually dropped“, wenn die Fehler anhalten. Eine konkrete Frist nennt Google nicht. Daraus folgt: Stunden sind kein Drama, Tage sollten es nicht werden. Läuft die Seite wieder, steigt die Crawl-Frequenz nach und nach wieder an.
Die Seite ist nur bei mir weg. Was mache ich?
Wenn sie über das Mobilfunknetz erreichbar ist, liegt das Problem in Ihrem Netz oder auf Ihrem Gerät: Firewall, VPN, Browser-Zwischenspeicher, im Büro manchmal ein Filter. Ein privates Browserfenster und ein Neustart des Routers klären die häufigsten Fälle. Die Website selbst brauchen Sie dann nicht anzufassen.
Mein Hoster sagt, bei ihm sei alles in Ordnung. Und jetzt?
Dann liegt es fast immer an einer von zwei Stellen: an der Domain — vor allem, wenn auch E-Mails ausgefallen sind — oder an WordPress selbst. Gehen Sie mit der wörtlichen Fehlermeldung in die Tabelle oben. „Server nicht gefunden“ ist kein Hosterproblem, ein kritischer Fehler auch nicht.
Wie finde ich heraus, wer mein Hoster ist?
Am schnellsten über alte Rechnungen. Ohne Unterlagen hilft die öffentliche Domain-Abfrage: Bei .de-Adressen stehen dort die Nameserver, und deren Adressen tragen meist den Namen des Hosters. Domain-Provider und Hoster können dabei verschiedene Unternehmen sein.
Ich habe keinen FTP-Zugang. Wie lösche ich dann die Wartungsdatei?
Die meisten Hoster bieten im Kundenbereich einen Dateimanager an, mit dem Sie dasselbe direkt im Browser erledigen. Gibt es den nicht oder haben Sie keinen Zugang zum Kundenbereich, ist das ein deutliches Zeichen, dass Ihnen Zugänge fehlen, die Sie haben sollten — unabhängig vom aktuellen Ausfall.
Brauche ich ein kostenpflichtiges Monitoring?
Für die Grundfunktion nicht; einfache Erreichbarkeitsprüfungen gibt es auch kostenlos. Entscheidend sind drei Dinge, unabhängig vom Preis: die Prüfung auf ein Stichwort, die Warnung vor Ablauf des Zertifikats — und dass der Alarm an jemanden geht, der ihn liest.
Quellen
- DENIC: Domain nicht erreichbar — „Ihre Domain wurde aus der .de-Zone entfernt, weil die Inhaberdaten-Verifizierung nicht rechtzeitig abgeschlossen wurde.“ Ab der Offline-Stellung 83 Tage für die Verifizierung; „Die Verifizierung kann ausschließlich über Ihren Provider erfolgen.“ Hinweis, den Provider über alte Rechnungen zu ermitteln.
- DENIC-Blog: Redemption Grace Period — 30-tägige Schutzfrist für gelöschte
.de-Domains; in dieser Zeit kann „allein der letzte Domaininhaber oder ein von ihm benannter Dritter“ die Domain wieder registrieren. - WordPress-Dokumentation: Common WordPress Errors — Meldung und Vorgehen beim kritischen Fehler, weiße Seite durch PHP- oder Datenbankfehler, beschädigte
.htaccessals wahrscheinlichste Ursache für Fehler 500, Umbenennen des Plugin-Ordners per FTP, Löschen der.maintenance-Datei im Hauptverzeichnis, Datenbankverbindungsfehler. - Google Search Central: HTTP-Statuscodes und Netzwerkfehler — Serverfehler lassen Google das Crawling vorübergehend drosseln; indexierte Seiten bleiben zunächst erhalten und werden bei anhaltenden Fehlern „eventually dropped“.